Die aktuelle Ausstellung in der Stadtbibliothek Itzehoe zeigt vom 13.07.26 bis 29.08.26 alte Celluloidpuppen im Matrosenanzug und Matrosenkleidchen sowie eine Vielzahl von historischen Papierpuppenbögen.
Seit 1860 gibt es die Matrosenbluse mit eckigem Kragen und einer Knickerbocker und Strohhut für die kleinen Knaben. Bereits auf den alten Papierpuppenbögen um 1880 kann man diese Mode sehen.
Und so ist es nicht verwunderlich, dass auf den Ausschneidebögen dieser Zeit, der Matrosenanzug in vielen verschiedenen Variationen zu sehen ist. Ab 1890 wechselte der Strohhut zur Matrosenmütze.
Um 1890 / 1900 folgten die Matrosenblusen und der dunkelblaue Faltenrock für die kleinen Mädchen.
Und so ist es bei den Papierpuppen als auch bei den Glanzbildern zu sehen. Die Papierpuppen und auch die Glanzbilder hatten oft dann noch ein Segelboot oder Kinderspaten als Spielzeug in der Hand, um auch noch die Verbindung zum Strand und Meer darzustellen.
Ursprünglich war es ja der Arbeitsanzug der Marseiller Hafenarbeiter, eine bequeme und strapazierfähige Bekleidung (costume à la matelot – 1787 im Pariser Journal des Luxus und der Moden erwähnt ). Diese Bekleidung entsprach dem Bedürfnis der Kinder sich bewegen zu können und entsprach damit auch um 1900 in Deutschland gleichzeitig der Reformmode. Dass sich diese Kindermode bis heute erhalten hat, ist erstaunlich.
Text: Angelika Salzwedel

